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Erhebliche Einschränkungen bei Meridian und BOB wegen Warnstreik: Unternehmen erarbeitet Ersatzkonzept

Holzkirchen, 18.01.2016

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat kurzfristig für den morgigen Dienstag, den 19.01., zu einem mehrstündigen Warnstreik bei der Bayerischen Oberlandbahn GmbH aufgerufen. Dadurch wird es beim Meridian und bei der BOB zu erheblichen Einschränkungen kommen. Das Unternehmen hat wenig Verständnis für den Streik.

Voraussichtlich zwischen 2 und 9 Uhr werden der Meridian und die BOB am morgigen Dienstag von der EVG bestreikt. Auch nach 9 Uhr wird es vermutlich noch zu größeren Verzögerungen kommen. Die Vorbereitungen der Bayerischen Oberlandbahn GmbH für ein Ersatzkonzept laufen auf Hochtouren. Geplant ist, einen Teil des Schülerverkehrs mit bis zu 25 Bussen und vereinzelten Zügen durchzuführen. Voraussichtlich werden aber nicht alle Schulen angefahren werden können, da viele Busse bereits regulär im Einsatz sind.

Pendler werden gebeten auf folgende Verbindungen auszuweichen:

  • Zwischen Freilassing und München sowie zwischen Rosenheim und München kann die Südostbayernbahn (SOB) über Mühldorf genutzt werden.

  • Von Salzburg und Kufstein nach München fahren Fernverkehrszüge. Es gelten die Tarifbestimmungen des Fernverkehrs.

  • Auf den Strecken Holzkirchen – München, Grafing Bahnhof – München, Kreuzstraße – München und Donnersbergerbrücke – Solln/München können Reisende die S-Bahnen nutzen.

Auf den meisten Verbindungen werden die Fahrkarten des Meridian bzw. der BOB anerkannt. Ausnahmen sind das Guten Tag Ticket und das 50/50-Ticket, die von der SOB nicht anerkannt werden. Die Tickets gelten aber ohnehin erst ab 9 Uhr. Im Fernverkehr sind dort geltenden Tarifbestimmung zu beachten. Fahrgäste berücksichtigen bitte, dass sich je nach Strecke und Verbindung die Fahrzeit entsprechend verlängern kann. Aktuelle Informationen zu alternativen Reisemöglichkeiten und zum Betrieb werden auf der Website veröffentlicht.

Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, macht erneut deutlich: „Wir haben keinerlei Verständnis dafür, dass die EVG trotz unseres umfangreichen Tarifangebotes unsere Fahrgäste in der Kälte stehen lässt. Wir hoffen, dass die EVG wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt, damit wir uns einigen können.“ Fabian Amini, Technischer Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH ergänzt: „Wir versuchen weiter, für so viele Fahrgäste wie möglich Busse zu organisieren und entschuldigen uns schon jetzt für die Unannehmlichkeiten.“

Zwar wird es auch noch nach Ende des Warnstreiks und bis der reguläre Bahnbetrieb wieder an Fahrt gewinnt noch zu großen Verzögerungen kommen, Fahrgäste werden aber dennoch gebeten, auf Verbindungen nach 9 Uhr auszuweichen.

Die Züge der Bayerischen Regiobahn GmbH (BRB), der Schwestergesellschaft der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, sind nicht vom Streik betroffen.