Als erstes Eisenbahnunternehmen in Deutschland hat sich die BOB dem Zertifizierungsverfahren von mobifair gestellt und nach einem entsprechenden Prüfungsverfahren das mobifair-Sozialzertifikat erhalten. Es wurde am 16.10.2009 feierlich im Bahnbetriebswerk in Lenggries an die BOB übergeben. Die Begrüßung übernahm Raoul Machalet, Prokurist der mobifair GmbH. Grußworte sprachen Christoph Hillenbrand, Regierungspräsident von Oberbayern in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten, Annette Karl, MdL, Werner Weindl, Bürgermeister von Lenggries und stellv. Landrat, Peter Janssen, Bürgermeister der Stadt Tegernsee, Bernhard Kessel, Betriebsrat BOB und Gesamtbetriebsrat Veolia Verkehr. mobifair-Geschäfsführer Helmut Diener übergab im Anschluss
das Zertifikat an BOB-Geschäftsführer Heino Seeger.
Nach den Zertifizierungskriterien der mobifair-Zertifizierungs- und Beratungs-GmbH wurde das Unternehmen BOB - Bayerische Oberlandbahn GmbH - auf die Einhaltung vorgeschriebener gesetzlicher Bestimmungen, einschlägiger Richtlinien sowie der Anwendung von Lohn- und Sozialstandards untersucht. Im Ergebnis der Prüfung wird festgestellt, dass die zur Erlangung dieser Auszeichnung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt wurden. Dem untersuchten Unternehmen wird mit Aushändigung dieses Zertifikats bestätigt, dass es neben der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, vorbildliche Lohn- und Sozialstandards vorzuweisen hat und der Anwendung von Arbeitsschutz- und Arbeitszeitbestimmungen entsprechende Bedeutung zukommen lässt sowie deren Einhaltung gewissenhaft kontrolliert. Das Zertifikat ist gültig bis Oktober 2012.
Zusätzlich erhielt BOB-Geschäftsführer Heino Seeger den Fairnesspreis: Die Auszeichnung erfolgt aufgrund des vorbildlichen und engagierten Einsatzes gegen Lohn- und Sozialdumping. Sie würdigt die Anstrengungen für einen fairen Wettbewerb in einem schwierigen Umfeld. Der Fairnesspreis ist eine Bestätigung der sozialen Unternehmensphilosophie und soll als Vorbild für andere dienen.
Das Sozialzertifikat wurde von mobifair entwickelt, damit zertifizierte Unternehmen auch gegenüber ihren Kunden die Qualität der Arbeitsbedingungen sichtbar machen können. Den Entscheidern in den Vergabestellen soll das Zertifikat zeigen, dass sich zertifizierte Unternehmen von anderen deutlich abheben und sie besonders darauf achten, dass Qualität und Sicherheit nicht durch unsoziale Arbeitsbedingungen gefährdet werden.