Zwischenbericht März 2010
25.03.2010
Der im Dezember 2009 eingeführte neue Fahrplan unserer BOB brachte nachhaltig spürbare Veränderungen mit sich:
Die Taktverlegung führte zu zahlreichen negativen Fahrgastreaktionen. Der Fahrgastbeirat hat jedoch akzeptiert, dass diese Maßnahme aus übergeordneten Zwängen heraus notwendig und unvermeidbar war. Allerdings hatte die Taktlücke am späten Abend eine für uns nicht hinnehmbare Qualitätsminderung zur Folge. Der Fahrgastbeirat sah sich daher veranlasst, schriftlich und mündlich bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die die Auftraggeberin der BOB ist und die Fahrpläne erstellt, zu protestieren. Folgende Begründung wurde von der BEG gegeben, warum am Abend der Stundentakt durchbrochen wurde:
Diese Argumente überzeugten uns nicht. Hinsichtlich der Auslastung sind natürlich saisonale Tagesschwankungen, nicht nur bei der BOB, sondern bei allen Verkehrmitteln des Nahverkehrs Realität. Bei dieser Argumentation, müssten konsequenterweise die Fahrpläne aller U- und SBahnen
und anderen Verkehrsmitteln drastisch ausgedünnt werden – mit der Folge, dass die Attraktivität des
Angebotes dramatisch leiden und die Auslastung über den ganzen Tag nachhaltig zurückginge. Auch die genannten Zusatzkosten halten aus unserer Sicht einer kritischen betriebswirtschaftlichen
Prüfung nicht Stand. Zu unserem Protest teilte die BEG mit, dass unsere Forderung nach Wiedereinführung des Stundentakts nur durch einen Beschluss des BEG-Aufsichtsrates erfolgen könne. Der Beirat hat daher Anfang Februar allen Mitgliedern des BEG-Aufsichtsrats schriftlich unsere Forderungen vorgetragen.
Heute freuen wir uns, den Fahrgästen mitteilen zu können, dass diese gehört wurden und seit dem
28. März wieder der gewohnte Stundentakt gefahren wird. Zum zweiten großen, den Fahrgastbeirat
beschäftigenden Thema „Wie geht es mit unserer BOB nach 2013 weiter“ gibt es zu unserem Bedauern noch immer keine erkennbaren Fortschritte. Der Beirat hat sich mehrfach einstimmig dazu bekannt, die Fortführung des „Erfolgsmodells BOB“ über 2013 hinaus zu unterstützen und hat sich an Unterschriftensammlungen und Informationsveranstaltungen aktiv beteiligt. Wir fordern erneut, endlich die erforderlichen Schritte einzuleiten!
Dr. K. Ambrosius
Sprecher des Fahrgastbeirats der BOB