Neuer Fahrplan und Zukunft der BOB
Auf der Tagesordnung standen folgende aktuelle Themen:
• Der neue Fahrplan.
• Die Zukunft unserer BOB.
Andere Themen bekamen eine nachgeordnete Priorität.
Zum neuen Fahrplan: Dieser hat bei unseren Fahrgästen sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst, über die in der Tagespresse ausführlich berichtet wurde. Der Beirat akzeptiert, dass die Fahrplanänderung Folge von übergeordneten Zwängen ist. Er akzeptiert allerdings nicht, dass das wichtige Qualitätskriterium „Stundentakt“ in den späten Abendstunden aufgegeben wird. Der Fahrgastbeirat nimmt nicht hin, dass es bei den Abfahrten ab München nach 22 Uhr eine Lücke von einer Stunde und 40 Minuten gibt. Die, von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), abgegebene Erklärung, dass die Spätzüge kaum genutzt werden, lässt nach Meinung des Beirates auf wenig Sachkenntnis schließen. Der Beirat hat inzwischen schriftlich bei der BEG protestiert und schnellste Rückkehr zum Stundentakt gefordert. Bei einem für den 12. Januar terminierten Gespräch mit der BEG wird der Beirat seine Forderung noch einmal nachhaltig vortragen.
Zur Zukunft unserer BOB: Hierzu wurde der Beirat sowohl vom zuständigen Ministerium, als auch von der BEG dahingehend informiert, dass eine Ausschreibung für den Betrieb der Oberlandstrecken ab 2013 angeblich zwingend ist. Dies steht im Widerspruch zu den Aussagen der BOB, laut derer die Rechtslage es zulässt, den Vertrag zu verlängern. Das heisst, dass Mitbewerber ab 2013 eine Chance haben, die BOB abzulösen. Der Beirat hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, den Vertrag mit der BOB zu verlängern, damit das hohe Qualitätsniveau fortgeführt und ausgebaut werden kann. Unsere einstimmigen Beschlüsse dazu wurden den zuständigen Stellen beständig vorgetragen. An der Unterschriftaktion zugunsten der BOB haben wir uns aktiv beteiligt, und hoffen noch immer auf eine Fortführung des Erfolgsmodells „BOB“. Es wurde uns aber versichert, dass das jetzt erreichte Qualitätsniveau die Mindestanforderungen der Ausschreibung sein werden und auch von eventuellen Mitbewerbern ebenfalls zu erbringen ist. Wir, der Fahrgastbeirat, verlangen zusätzlich, dass aus Sicherheitsüberlegungen auf allen Zügen ein verantwortlicher Fahrgastbetreuer Dienst tut, und dass die Warteräume aller Bahnhöfe den Fahrgästen auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Fahrkartenschalter nicht geöffnet sind. Das ist uns besonders in den Wintermonaten zum Wohle der Fahrgäste wichtig. Auch diese Forderungen werden wir bei dem Gespräch mit der BEG nachhaltig vertreten
Dr. K. Ambrosius
Sprecher des Fahrgastbeirats der BOB